I Bought A Trendpiece (And It’s Okay)

Gängige Modemagazine bezeichnen sie als unverzichtbar, namhafte Persönlichkeiten der Branche tragen sie bereits vor allen anderen: zu Trends erklärte Kleidungsstücke, Schuhe und Accessoires haben so ihren Ruf, lösen gleichermaßen einen schnelleren Herzschlag als auch ein genervtes Augenrollen aus. Doch sie beißen sich fest, prägen sich in die Gedanken ein und lassen uns, häufiger als nicht, einfach nicht mehr los − ob wir wollen oder nicht. Saison für Saison kommen sie wieder, wechseln sich ab und tauchen manchmal sogar in völlig neuartiger Form auf. Meist verschwinden sie, schneller als gedacht, zurück ins Nichts − weshalb also sollte sich überhaupt noch jemand ernsthaft überlegen, in eines der angepriesenen Teile zu investieren? Schließlich versprach auch ich mir, Trends künftig unbeachtet zu lassen, meinen Fokus lediglich auf Stücke zu legen, die es nicht auf die ersten Seiten der Magazine schaffen − funktionieren wollte es jedoch nicht immer.

Einige Karos und Rauten später halte ich ihn also doch wieder in der Hand, diesen Trend, der sich weder heimlich noch still in die Welt der Mode schlich und sich seither stetig verbreitet. Den auffällig karierten Mantel trage ich derzeit jedoch fast täglich, möchte ihn eigentlich gar nicht wirklich aus der Hand legen und ärgere mich nicht einmal ein wenig darüber, dass er seinen Weg so häufig in meinen Instagram Feed findet. Besonders eigen oder gar originell wirkt ein Outfit durch ihn nicht mehr, doch fühlt er sich ganz und gar wie für mich gemacht an, sodass ich zumindest jetzt glaube, ihn lange zu tragen − und unter diesem Aspekt scheint es doch nicht weiter dramatisch, einem dieser  so verpönten Trends verfallen zu sein.

Coat // H&M Trend

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